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Spiritualität - Umwelt - Gesellschaft

Litha, Sommersonnenwende, Mittsommer

 

Litha, auch bekannt als Mittsommer oder Sommersonnenwende, ist ein bedeutendes Fest im Jahreskreis und markiert den Höhepunkt des Sommers sowie den längsten Tag des Jahres. Dieses Fest wird traditionell am 21. Juni oder um diesen Zeitraum herum gefeiert und steht im Zeichen der Fülle, des Lichtes und der Fruchtbarkeit. In vielen Kulturen wird Litha als Feier der Sonne und ihrer lebensspendenden Kraft betrachtet. Es ist eine Zeit der Dankbarkeit für das bisherige Wachstum und eine Gelegenheit, die kommenden Ernten zu segnen.
Historisch sind die Ursprünge von Litha vielfältig und reichen bis in vorchristliche, heidnische Traditionen zurück. Besonders in Nordeuropa wurde dieser Zeitpunkt als Wendepunkt gefeiert, an dem das Licht am intensivsten ist, bevor die Tage allmählich wieder kürzer werden. Zu den typischen Bräuchen gehören Lagerfeuer, Tänze und Gelübde, die oft an heilige Hainen oder besonderen Plätzen in der Natur durchgeführt werden.
Für ein traditionelles Litha-Ritual kann folgende Anleitung genutzt werden:
Vorbereitung
Auswahl eines geeigneten Ortes im Freien, vorzugsweise an einem Platz, der eine freie Sicht auf den Horizont bietet.
Einrichtung eines Altars mit symbolischen Gegenständen wie Sonnenblumen, Kräutersträußen, Kerzen in Sonnenfarben (gelb, orange, rot) und einer Schale mit Wasser.
Ritualablauf
Kreisziehen: Ziehen eines symbolischen Kreises um den Ritualbereich, um diesen zu schützen und zu heiligen. Dies kann mit einem Stab oder einfach durch Gehen und Visualisieren des Kreises geschehen.
Anrufung der Elemente: Anrufung der vier Elemente - Erde, Wasser, Feuer, und Luft - indem zu jedem Himmelsrichtung ein symbolischer Gegenstand (z.B. ein Stein für die Erde, eine Kerze für das Feuer) platziert wird.
Mittelpunkt des Rituals: Anzünden der Hauptkerze auf dem Altar, die die Sonne symbolisiert. Dabei kann ein Dankesspruch für die Energie und Fülle des Sommers gesprochen werden.
Segnung und Meditation: Verwendung der Wasser-Schale für eine symbolische Reinigung. Dabei kann das Wasser in die Handflächen genommen und über das Gesicht gestrichen werden. Gefolgt von einer stillen Meditation, in der die Kraft der Sonne verinnerlicht und um zukünftigen Schutz und Segen gebeten wird.
Gaben und Opfergaben: Niederlegen von natürlichen Gaben wie Blumen, Früchten oder selbstgemachten Brot auf dem Altar als Opfergaben an die Natur und die lichtbringenden Energien.
Abschluss und Dank: Abschließendes Dankeschön an die Elemente und Geister des Ortes, gefolgt vom Löschen der Schutzkerze und dem symbolischen Schließen des Kreises.
Litha dient als Erinnerungsritual an die gegenwärtige Kraft der Sonne und ihre Bedeutung für das Leben auf der Erde. Es ist gleichzeitig ein Moment der Reflexion, der Dankbarkeit und des Übergangs hin zur zweiten (wieder dunkleren und damit weiblichen) Hälfte des Jahreskreises.

 

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